Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche
So einfach soll es angeblich sein – zumindest wenn man Anbietern von maschinellen Übersetzungstools glaubt. Nur den Ausgangstext eingeben und schwupps erhält man eine erstklassige Übersetzung! Das Unternehmen hinter DeepL behauptet sogar, sein Tool sei „der präziseste Übersetzer der Welt“. Das ist natürlich Quatsch und zeigt sich schon daran, dass DeepL seine eigene Website mit langweiligen Floskeln und 1:1-Übersetzungen vollgepackt hat. Da bekommen Sie „eine personalisierte Erfahrung“ und Sprachmodelle, „die auf die Erstellung von Inhalten zugeschnitten sind“. (Was wöllte man denn sonst damit machen? Eier kochen?)
Natürlich haben maschinelle Tools ihre Daseinsberechtigung und können je nach Szenario und Sprachpaar durchaus Abläufe beschleunigen. Wenn Sie die Fähigkeiten dieser Systeme realistisch bewerten und sinnvoll einsetzen möchten, unterstütze ich Sie gern auch mit MTPE-Services.
Haben Sie hingegen sorgfältig erstellte englische Ausgangstexte, die ebenso sorgfältig ins Deutsche übertragen werden sollen, finden Sie auf dieser Seite wichtige Informationen für Ihren Übersetzungsauftrag.
Bei Ihrer ersten Anfrage zu einem konkreten Projekt sollten Sie mir möglichst schon die wichtigsten Eckdaten mitteilen. Hierzu zählen vor allem Thema und Umfang (zum Beispiel Wortzahl, Normseiten oder Länge des Videos für die Untertitelung), angestrebter Liefertermin, Dateiformat und weitere Wünsche, sofern zutreffend (zum Beispiel Terminologievorgaben oder Ihre bevorzugte Lokalisierungsplattform). Zerbrechen Sie sich aber nicht ewig den Kopf, falls Sie noch keine Erfahrung mit der Vergabe von Übersetzungsaufträgen haben – wenn Details fehlen, frage ich einfach nach.
Wie es weitergeht, hängt von der Art des Projekts ab. Bei einem Einzelauftrag mit klaren Anforderungen benötige ich nun den zu übersetzenden Text. Sie erhalten von mir ein unverbindliches Angebot und wenn Sie einverstanden sind, lege ich los.
Handelt es sich um ein größeres Projekt mit Teillieferungen oder besonderen Vorgaben, besprechen wir erst alle Details (entweder per E-Mail oder ggf. via Slack/Zoom/Telefon) und dann erstelle ich Ihnen ebenfalls ein Angebot. Normalerweise stehe ich auch bei längeren Projekten ohne Rahmenvertrag zur Verfügung. In manchen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, einen solchen Vertrag abzuschließen, da sich daraus auch für Sie Kostenvorteile ergeben.
Die fertige Übersetzung erhalten Sie dann bis zum vereinbarten Termin in Ihrem gewünschten Format. Falls es sich um Texte handelt, die bei Ihnen noch weiter formatiert werden (zum Beispiel Inhalte für Ihre Website oder eine PowerPoint-Firmenpräsentation), schaue ich gern über die finale Version nochmal drüber, damit sich beim Kopieren und Formatieren keine Fehler einschleichen.
Übrigens: Da menschliche Übersetzer den Originaltext sehr genau lesen, fallen manchmal Tippfehler oder Ungereimtheiten ins Auge, die Ihnen vielleicht bisher entgangen sind. In dem Fall weise ich Sie vor der Lieferung darauf hin oder füge der Übersetzung entsprechende Anmerkungen bei, damit Sie solche Schönheitsfehler noch ausbessern können.
Diese Werte geben an, wie viele Wörter durchschnittlich je Zeitintervall übersetzt werden können. Die Angaben beziehen sich auf meine Fachgebiete und Sprachkombination, gelten für normale Fließtexte ohne hohen Schwierigkeitsgrad und sind als grobe Richtwerte zu verstehen.
Verschiedene Faktoren beeinflussen, mit welchen Übersetzungskosten Sie rechnen müssen. Wie lang ist der Text? In welchem Format liegt er vor? Bis wann brauchen Sie die Übersetzung? Und gibt es genug Kontext oder sind es nur einzelne Phrasen, bei denen man mühsam recherchieren muss, worum es geht?
Je nach Projektart rechne ich nach Wörtern des Ausgangstextes oder nach nötigen Arbeitsstunden ab. Mein Standardpreis liegt bei 0,10€/Wort beziehungsweise bei 50€/Stunde. Kommen besondere Anforderungen hinzu oder ist Ihr Auftrag ganz dringend, steigen üblicherweise die Kosten.
Zwei Beispiele zur Verdeutlichung: Kunde A hat eine simple Firmenpräsentation in einer Word-Datei im Umfang von 2.500 Wörtern und benötigt die Übersetzung im selben Format innerhalb von zwei Wochen. Kunde B bringt eine neue App auf den Markt und entscheidet spontan, dass beim Launch gleich mehrere Sprachen verfügbar sein sollen. Die Menüs und Texte in der App summieren sich auf rund 4.000 Wörter und liegen als einzelne Strings auf einer Onlineplattform vor. Die App soll übermorgen an den Start gehen, also hopp hopp!
Welcher der beiden Kunden mehr bezahlen wird, können Sie sich wohl denken. Die Beispiele zeigen zudem, wie Sie Ihre Kosten senken könnten. Buchen Sie mich frühzeitig, um Eil- oder Wochenendzuschläge zu vermeiden. Überlegen Sie, ob ein besonders langes Dokument wirklich vollständig übersetzt werden muss oder ob je nach Zweck und Zielgruppe eine übersetzte Kurzfassung genügt. Und wenn Sie nur einzelne Sätze oder Textfragmente für eine Website oder App zu übersetzen haben, senden Sie mir am besten ein paar Screenshots oder Links, damit der Kontext ersichtlich wird. Das spart mir Zeit und Ihnen Geld!
Kunden in Deutschland oder im europäischen Ausland können mir das fällige Honorar unkompliziert per SEPA-Überweisung zukommen lassen. Für alle anderen Kunden biete ich derzeit zudem PayPal als Zahlungsoption an. Die Zahlungsfrist beträgt 14 Tage und es gelten meine AGB.
Davon abweichende Zahlungsvereinbarungen sind möglich, aber vor Auftragsbeginn zu klären.
Wenn Sie weitere Fragen haben oder mich direkt für einen Auftrag buchen möchten, freut sich mein Kontaktformular!
Wie eingangs erwähnt, können maschinelle Tools manchmal akzeptable Ergebnisse liefern. Hier gilt der Grundsatz: Je einfacher der Text und je niedriger der potenzielle Schaden infolge einer Fehlübersetzung, desto unproblematischer ist die Automatisierung. Schaden meint dabei nicht nur finanzielle Einbußen oder Rechtsstreitigkeiten, sondern auch Rufschäden und Imageverluste. Ein Kunde kann vielleicht ein Produkt nutzen, obwohl die Bedienungsanleitung grottig übersetzt ist – aber beim nächsten Kauf wechselt er womöglich lieber zur Konkurrenz, die sich mehr Mühe gibt.
Welche Arten von Dokumenten sich für maschinelle (Vor-)Übersetzungen anbieten, lesen Sie auf meiner Seite zu MTPE-Services. An dieser Stelle möchte ich nur kurz auf typische Probleme hinweisen. Die folgenden zwei Beispiele stammen aus Projekten, bei denen Kunden ein maschinelles Übersetzungstool aktiviert hatten, um mich zu unterstützen. War gut gemeint, brachte aber keinen echten Mehrwert.
Dieses erste Beispiel zeigt einen Ausschnitt aus einem Keynote-Vortrag in lockerem Tonfall, der auf der Plattform Phrase übersetzt werden sollte. Als „KI“-System war Amazon Translate zugeschaltet. Nun schauen Sie mal auf die Zeilen 168 und 169. Der Redner spricht über seine vier Kinder. Das älteste ist 11, das jüngste ist 4 und die anderen beiden hat er – salopp gesagt – zwischendrin noch untergebracht. Und was behauptet die „KI“ von Amazon? Er habe ein paar seiner Kinder kaputt gemacht. Autsch!
Im zweiten Beispiel geht es um ein Computerprogramm, bei dem Rezepte gespeichert und Zutaten in Variablen hinterlegt werden sollen. Wieder wird Phrase genutzt, diesmal jedoch mit DeepL. Und der angeblich „präziseste Übersetzer der Welt“ versagt gleich mehrfach. In Zeile 51 stehen die blau markierten Elemente des Ausgangssatzes an völlig falscher Stelle im Zielsatz. Aus 1 Esslöffel im Original werden plötzlich 1 bis 2 Esslöffel in der Übersetzung. Und obendrein erteilt DeepL noch Ratschläge zur Aufbewahrung von Olivenöl, die im Ausgangstext gar nicht vorkommen!
All das sind typische Fehler, die sogenannte große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) aufgrund ihrer Funktionsweise immer wieder machen. Daran wird sich auch nichts ändern, denn diese Systeme berechnen ihre Ausgaben anhand von Wahrscheinlichkeiten, ohne den Text wirklich zu verstehen.
Wenn Ihre Frage hier nicht dabei ist, schauen Sie bitte auch auf meine FAQ-Seite oder nutzen Sie mein Kontaktformular. Danke!
Selbstverständlich. Egal, ob es um sensible Firmendaten oder den tollen Plot in Ihrem neuen Roman geht – das bleibt unter uns! Wenn Sie fertige Übersetzungen von mir öffentlich zugänglich machen (zum Beispiel Texte für Ihre Website), behalte ich mir das Recht vor, das Projekt in mein Portfolio aufzunehmen. Auch in dem Fall gebe ich natürlich keine vertraulichen Details preis. Und wenn ich Beispiele aus konkreten Projekten zur Veranschaulichung nutze (so wie oben im Abschnitt „Mensch vs. Maschine“), dann sind dies ebenfalls nur Inhalte, die entweder bereits veröffentlicht wurden oder keinen Kunden klar identifizieren.
Nein. Da bei meinen fachlichen Schwerpunkten quasi nie beglaubigte Übersetzungen erforderlich sind, biete ich diesen Service gar nicht an. Sollten Sie eine Übersetzung inklusive Beglaubigung von Zeugnissen oder Urkunden benötigen, finden Sie in der Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der deutschen Landesjustizverwaltungen entsprechend autorisierte Übersetzer und Übersetzerinnen.
Prinzipiell ist (fast) alles verhandelbar, sofern es sich in einem anständigen Rahmen bewegt. Wie in anderen Branchen gilt: Je größer der Auftrag, je schneller die Zahlung und je entspannter die Lieferfrist, desto eher lässt sich auch über den Preis reden. Bedenken Sie aber bitte, dass Übersetzungen keine Fließbandarbeiten sind und sich kaum Skaleneffekte wie bei der Massenproduktion von Konsumgütern erzielen lassen. Zeit- und somit auch Kosteneinsparungen ergeben sich vor allem, wenn Sie mir regelmäßige Aufträge zum selben Thema schicken und ich mich nicht jedesmal neu einarbeiten muss.
Manche Themen oder Projektarten machen mir auch so viel Spaß, dass sich der Job gar nicht wie Arbeit anfühlt. Das tut mir gut und dieses Wohlgefühl gebe ich gern an Sie weiter, sei es durch Preisnachlässe oder andere Extras. Wenn Sie also ein knappes Budget haben, schicken Sie mir trotzdem gern Ihre Anfrage und dann schauen wir mal, was machbar ist.